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von UPC Cooltec
11. Oktober 2026
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Einspeisung ab 2027: Warum der Zeitpunkt mehr bringt als die Menge

Neuigkeiten

Bildnachweis: UPC-Cooltec Solar

Neue Photovoltaikanlagen bekommen ab 2027 keine feste Einspeisevergütung mehr. Eine Musterrechnung von UPC-Cooltec Solar zeigt, warum der Zeitpunkt der Einspeisung über den Erlös entscheidet.

Für neue Photovoltaikanlagen ab 2027 gibt es keine feste Einspeisevergütung mehr. Drei Jahre lang zahlt der Netzbetreiber eine Übergangszahlung von 5,2 Cent pro Kilowattstunde. Danach wird der Strom an der Börse verkauft. Und dort gilt eine einfache Regel: Entscheidend ist nicht, wie viel Strom Sie einspeisen, sondern wann.

Der Strompreis im Tagesverlauf

Nachts ist Strom günstig. Ein Speicher kann hier zusätzlich aus dem Netz geladen werden, sobald die Netzbetreiber das technisch ermöglichen.

Mittags speisen alle Photovoltaikanlagen gleichzeitig ein. Der Preis fällt auf null, manchmal sogar darunter. Wer jetzt einspeist, verschenkt seinen Strom.

Abends geht die Sonne unter, der Verbrauch steigt, der Preis klettert. Im August 2026 lag er zeitweise bei 490 Euro pro Megawattstunde, also 49 Cent pro Kilowattstunde. Der durchschnittliche Marktwert im ganzen Monat: 6,4 Cent.

Eine ungesteuerte Anlage speist genau dann ein, wenn der Preis am niedrigsten ist. Eine gesteuerte Anlage lädt mittags den Speicher und gibt den Strom abends ab, wenn er etwas wert ist.

Die Musterrechnung für eine 10-kWp-Anlage

Annahmen:

› Photovoltaikanlage 10 kWp mit Speicher

› 5.000 kWh Einspeisung pro Jahr

› Jahr 1 bis 3: Übergangszahlung 5,2 Cent pro kWh, ohne Gebühren

› Ab Jahr 4: Direktvermarktung zum Börsenpreis

› Jahr 4 bis 7: zusätzlich gesetzlicher Bonus von 1,5 Cent pro kWh (48 Monate)

› Gebühren des Direktvermarkters: 1,19 Cent pro kWh plus 2,99 Euro im Monat, zusammen rund 95 Euro im Jahr

Variante A: Anlage ohne Steuerung

Die Anlage speist ein, wann die Sonne scheint. Sie erzielt den durchschnittlichen Marktwert Solar, 2025 waren das 4,8 Cent pro kWh.

ZeitraumRechnungje Jahr
Jahr 1 bis 35.000 kWh × 5,2 ct260 Euro
Jahr 4 bis 75.000 kWh × (4,8 + 1,5 ct) = 315 Euro, abzüglich 95 Euro Gebühren220 Euro
Jahr 8 bis 205.000 kWh × 4,8 ct = 240 Euro, abzüglich 95 Euro Gebühren145 Euro
Summe über 20 Jahrerund 3.540 Euro

Variante B: Anlage mit Energiemanagement

Das Energiemanagement verschiebt 2.000 kWh vom Mittag in den Abend. Diese Menge wird zu durchschnittlich 12 Cent verkauft, die übrigen 3.000 kWh zum Marktwert Solar von 4,8 Cent. Das ergibt einen durchschnittlichen Börsenerlös von 7,7 Cent pro kWh.

ZeitraumRechnungje Jahr
Jahr 1 bis 35.000 kWh × 5,2 ct260 Euro
Jahr 4 bis 75.000 kWh × (7,7 + 1,5 ct) = 459 Euro, abzüglich 95 Euro Gebühren. Das sind 7,3 ct netto pro kWh.364 Euro
Jahr 8 bis 205.000 kWh × 7,7 ct = 384 Euro, abzüglich 95 Euro Gebühren289 Euro
Summe über 20 Jahrerund 5.990 Euro

Zum Vergleich: Erlös über 20 Jahre

ModellErlös über 20 Jahre
Bestandsanlage mit fester Vergütung von 7,7 Cent7.700 Euro
Mit Steuerung (Variante B)5.990 Euro
Ohne Steuerung (Variante A)3.540 Euro
Ohne Direktvermarktung, nur Übergangszahlung780 Euro

Allein die Steuerung bringt in diesem Beispiel rund 2.450 Euro mehr als die ungesteuerte Anlage. Der Unterschied zur alten festen Vergütung schrumpft von fast 7.000 Euro auf rund 1.700 Euro.

Was Sie dafür brauchen

› Ein intelligentes Messsystem (Smart Meter). Ohne viertelstundengenaue Messwerte gibt es weder Direktvermarktung noch Bonus.

› Einen Speicher, der gross genug ist, um den Mittagsüberschuss aufzunehmen.

› Ein Energiemanagementsystem, das Speicher, Wallbox, Wärmepumpe und Einspeisung nach dem Börsenpreis steuert.

› Einen Direktvermarktungsvertrag, der schon beim Kauf der Anlage mitgebucht wird und nach der Übergangszeit automatisch startet.

Fazit: Einspeisung wird planbare Einnahme

Die feste Einspeisevergütung fällt weg, der Wert des eingespeisten Stroms bleibt. Wer seine Anlage ab 2027 mit Smart Meter, Speicher und Energiemanagement plant, holt einen grossen Teil der Lücke zurück. Im Mittelpunkt steht weiterhin der Eigenverbrauch. Die Einspeisung ist aber nicht mehr der Rest, der eben übrig bleibt, sondern eine Einnahme, die sich planen lässt.

Über UPC-Cooltec Solar: Wir sind ein inhabergeführter Familienbetrieb aus Lahr-Kuhbach, seit über 25 Jahren am Markt. Neben der Photovoltaik betreuen wir Wärmepumpen sowie Klima- und Kältetechnik, alle Gewerke aus einer Hand. Unser Fokus liegt auf hochwertigen Komplettlösungen für Privatkunden und Gewerbe in der Region.

Herzlichst
Ihr Dirk Lorich

Kontakt

Unternehmen UPC-Cooltec Solar, Lahr-Kuhbach
Ansprechpartner Dirk Lorich
Adresse Brudertal Str. 14a, 77933 Lahr
Telefon 07821-983979
Mobil 0177-7071615
E-Mail info@upc-cooltec.solar
Website www.upc-cooltec.solar

Kurz zusammengefasste FAQ

Warum ist der Zeitpunkt der Einspeisung so wichtig?

Nach der Übergangszeit wird der Strom an der Börse verkauft. Mittags fällt der Preis auf null oder darunter, abends steigt er deutlich. Wer abends einspeist, erzielt mehr.


Wie viel bringt die Steuerung in der Musterrechnung?

Bei einer 10-kWp-Anlage mit 5.000 kWh Einspeisung rund 5.990 Euro über 20 Jahre statt 3.540 Euro ohne Steuerung, also rund 2.450 Euro mehr.


Was brauche ich für die Direktvermarktung?

Ein intelligentes Messsystem (Smart Meter), einen ausreichend grossen Speicher, ein Energiemanagementsystem und einen Direktvermarktungsvertrag, der schon beim Kauf mitgebucht wird.


Was passiert ohne Direktvermarktung?

Dann bleibt nur die Übergangszahlung der ersten drei Jahre. In der Musterrechnung sind das 780 Euro über 20 Jahre.

Quelle: UPC-Cooltec Solar, Lahr-Kuhbach. Text: Dirk Lorich, apg.

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