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von Klaus Huber
23. August 2026
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Aufbrechen, ankommen, weiterdichten

Acht neue Gedichte zwischen Sommerpause, Weltsorge und stillem Rückzug

Aufbrechen, ankommen, weiterdichten

Acht neue Gedichte zwischen Sommerpause, Weltsorge und stillem Rückzug

Wenn das Leben zur Tortur wird

Manchmal braucht es acht Zeilen, um das Wesentliche zu sagen. Nicht aufschieben, nicht aushalten – gehen:

Dringendes Bedürfnis

Wird das Leben zur Tortur,
empfiehlt sich dringend eine Kur,
die Gefühle neu beschwingt
und uns neue Kräfte bringt.

Hierfür ist es nie zu spät.
Was uns nun zu Herzen geht:
dass wir ein Signal versteh'n,
aufbrechen, beizeiten geh'n.

Klaus Huber

Und wohin führt dieser Aufbruch? In die Stille. In jene Idylle, die nicht Flucht ist, sondern Kraftquelle:

Tiefe Erfahrung

Der Rückzug in die Idylle
lässt uns erfahren jene Stille,
die wir im Alltag mühsam suchen,
um – nur für uns – Zeit zu buchen.

Hieraus erwächst uns jene Kraft,
die, nun gestärkt, den Alltag schafft.
Erinnern wir uns an die Zeit,
sind wir von Hektik nun befreit.

Klaus Huber

Schatten, Träume, Tapetenwechsel

Der Sommer 2026 ist heiß. Klaus Huber sucht den Schatten – und findet dort mehr als Kühle:

Sommerliche Eindrücke

In dem Schatten alter Bäume
– da erwachen stille Träume,
die wir momentan genießen,
wenn sie in dem Innern sprießen.

Lieber Schatten zugewandt,
als unter Sonne „hirnverbrannt".

Klaus Huber

Mitte August waren Klaus und seine Frau in Bad Waldsee. Was als kurze Auszeit begann, wurde zur Entdeckungsreise – und zum Gedicht:

Richtiger Augenblick

Manche Auszeit kommt gelegen,
führt uns zu ganz neuen Wegen,
um nun Abstand zu gewinnen,
neue Ziele zu ersinnen,

lockt uns in ganz neue Welten,
zu Gewichten, die nun gelten,
neue Bilder auch zu sehen,
die uns sehr zu Herzen gehen.

Tapetenwechsel kann beflügeln,
und kein Bedürfnis ist zu zügeln,
um uns zu Bahnen hin zu zwingen,
die uns belasten und nichts bringen.

Kommen wir von dort zurück,
winkt uns wieder neues Glück.

Klaus Huber

Entdeckungsreise

– eine Hommage an Bad Waldsee –

Es bedarf oft weiter Strecken,
um Juwelen zu entdecken,
die in stillen Ecken liegen,
im Erleben so viel wiegen.

Stets von neuem zu versuchen,
Tage dort erneut zu buchen,
gilt es noch im Leben finden,
um in Seligkeit zu münden.

Wer den Mut hat für den Sprung,
bleibt im Leben ewig jung.

Klaus Huber

Carpe Diem – auf Huber'sch

Doch hinter dem Sommerglück steht eine ernste Mahnung. Nicht alles lässt sich aufschieben. Nicht alles wartet. Klaus Huber weiß das – und sagt es ohne Umschweife:

Rechtzeitige Überlegung

Allzu schnell endet die Frist,
wo einst nicht mehr möglich ist,
was du lange schon geplant,
wobei es innerlich uns schwant,

dass aufschiebend du verpasst,
was du nicht verwirklicht hast.
Nicht endlos dauernd ist die Zeit
und du nicht fähig und bereit,

zu genießen, wie gewohnt,
was dein Mühen doch belohnt.
Vergeblich ist dein Klagen dann,
wenn man nur noch bereuen kann,

ist ein Zeitpunkt einst verfehlt
für das, was im Leben zählt.

Klaus Huber

Licht in die Welt bringen

Dann kommt der 20. August. Die Nachrichten sind voll von Krisen. Klaus Huber fragt sich, ob man in solchen Zeiten noch willig alt werden kann – und gibt sich selbst die Antwort:

Turbulente Zeiten

Es sind turbulente Zeiten,
durch die wir – unruhig – gleiten.
Ich beginne nun zu bangen:
Was wird noch zu uns gelangen?

Bin ich weiter noch auf Erden
willig, trotzdem alt zu werden?
Tag für Tag heißt es bestehen,
bis wir wieder Hoffnung sehen,

dass das Blatt sich einmal wendet
und es doch versöhnlich endet.
Im Bewusstsein, nicht zu ruh'n
und das Mögliche zu tun,

mühe ich mich in dem Leben,
nur mein Bestes noch zu geben,
hoffend, dass mir viele folgen
und auch unter grauen Wolken

um die rechten Wege ringen,
Licht in unsere Welt zu bringen.

Klaus Huber

Der stille Rückzug

Und dann, heute Morgen, das jüngste Gedicht. Wie eine Antwort auf alles, was vorher kam. Nach dem Aufbruch, der Weltsorge, dem Carpe Diem – der Wunsch nach Stille. Nach jenen schmalen Gassen, in denen nichts dröhnt:

Einsame Wege

Durch ganz stille, schmale Gassen
ziehe ich bislang gelassen.
Laute Klänge können nerven.
Es drängt mich, sie zu verwerfen,

wenn sie in den Ohren dröhnen,
nur belasten statt verwöhnen.
Lässt dies keine Ruhe finden,
um ganz bei sich selbst zu münden,

lockt es mich, dem zu entfliehen,
in Winkel sich zurückzuziehen,
was mich innerlich erfüllt
und mein Sehnen danach stillt.

Klaus Huber

Wer den Mut hat für den Sprung,
bleibt im Leben ewig jung.
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Über den Autor

Klaus Huber, geboren in Achern, ist pensionierter Grundschullehrer, Lyriker und freier Autor. Als „Klaus vom Dachsbuckel" verbindet er in seinen Gedichten der Begegnung und Ermutigung Heimatverbundenheit mit christlichen Werten und feinsinnigem Humor. Im Juli 2026 feierte er seinen 80. Geburtstag – und dichtet weiter, fast täglich.

Weitere Werke: www.klausvomdachsbuckel.de

Klaus Huber Lyrik Ortenau Lebensweisheit

Klaus Huber, pensionierter Grundschullehrer aus Achern, widmet sich mit Leidenschaft der Lyrik und dem geschriebenen Wort. Als freier Autor und ehemaliger freier Mitarbeiter der regionalen Presse und ebenso als Textdichter für Chormusik, (wobei er nur Texte in deutscher Sprache verfasste), schafft er Gedichte der Begegnung, der Ermutigung und der Lebenshilfe. Seine vielfältigen Werke reichen von Auftragsgedichten für festliche Anlässe über Chorliedertexte hin zu besinnlichen Aphorismen. Mit seinen Lesungen in Gemeindezentren und bei kulturellen Veranstaltungen bereichert er das kulturelle Leben der Ortenau. Als überzeugter Ökumeniker und Initiator sozialer Projekte wie „ISS gemeinsam" verbindet er in seinem Schaffen christliche Werte mit warmherziger Menschlichkeit. Seine Gedichte und Texte sind in mehreren Büchern und auf liebevoll gestalteten Spruchkarten erschienen. Hinweis zur Verwendung der Gedichte und Texte Liebe Leserinnen und Leser, die Gedichte und Texte von Klaus Huber sind Geschenke des Herzens, die gerne geteilt werden dürfen. Wir bitten Sie jedoch herzlich dabei, das Urheberrecht zu respektieren. Bei Unsicherheit über die Verwendung – sei es für Geburtstage, Jubiläen oder andere Anlässe – sprechen Sie gerne direkt mit dem Autor. Klaus Huber freut sich über jeden persönlichen Kontakt! Für die private Nutzung seiner Texte und Gedichte bittet Klaus Huber lediglich um die Nennung seines Namens als Urheber. Über eine kleine Spende für seine Kaffeekasse würde er sich natürlich besonders freuen – denn auch Poeten leben nicht nur von Luft und Liebe, sondern schätzen die Wertschätzung ihrer Arbeit. Kontakt für Anfragen: Klaus Huber ist telefonisch erreichbar unter 07841 / 53 81 oder über seine Webseite www.klausvomdachsbuckel.de